Positive Bilanz nach Evaluationen - Wissenschaftsrat stellt deutliche Verbesserungen bei Instituten fest

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Nach der Evaluation in den Jahren 2005 bis 2007 und der darauffolgenden Überführung der FGAN in die Fraunhofer-Gesellschaft hat der Wissenschaftsrat jetzt eine positive Bilanz gezogen. Dabei lobte der Wissenschaftsrat besonders die erfolgreiche Zusammenarbeit mit zivilen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den wirtschaftlichen Erfolg bei der Akquise von Forschungsdrittmitteln. Zum Vergleich der insgesamt 10 betrachteten Institute äußerte sich der Vorsitzende des Wissenschaftsrates Professor Wolfgang Marquard: „Den größten Sprung nach vorn haben zweifellos die drei Institute der ehemaligen Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaft e.V. (FGAN) gemacht, die auf Empfehlung des Wissenschaftsrates im Jahr 2009 in die Fraunhofer-Gesellschaft überführt wurden.“

Im Fraunhofer FHR halten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits an sieben Hochschulen Vorlesungen: RWTH Aachen, Bochum, Siegen, Duisburg-Essen, Gießen, Braunschweig und Bonn-Rhein-Sieg. Seit der Eingliederung im Jahr 2009 konnten die Forschungsdrittmittel des Fraunhofer FHR von 1,9 Mio. EUR (2009) auf 3,8 Mio. EUR (2011) verdoppelt werden.

Im Folgenden ein Auszug aus der Pressemitteilung des Wissenschaftsrats vom 14.11.2011:

„Erkennbare Erfolge zeigt aus Sicht des Wissenschaftsrates die im August 2009 vollzogene Überführung von drei Instituten der früheren Forschungsgesellschaft für angewandte Naturwissenschaft e. V. (FGAN) in die Fraunhofer-Gesellschaft. Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenztechnik und Radartechnik (FHR) und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) arbeiten inzwischen deutlich intensiver mit zivilen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen und sind erfolgreich im Wettbewerb um Forschungsdrittmittel. Das gilt auch für das frühere FGAN-Forschungsinstitut für Optronik und Mustererkennung (FOM), Ettlingen, das zum 1. Januar 2010 mit dem Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung, Karlsruhe, fusionierte. Das so entstandene Institut trägt den Namen: Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung.

Die FGAN war eine vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) finanzierte Forschungsgesellschaft mit einem Schwerpunkt im Bereich der Verteidigungsforschung. Inzwischen bauen die früheren FGAN-Institute, unterstützt durch die Fraunhofer-Gesellschaft und finanziert durch das BMVg, zivile Forschungs- und Entwicklungsbereiche auf. „Der Eindruck, den die Institute zwei Jahre nach der Neustrukturierung vermitteln, ist vielversprechend. Die Entscheidung, sie in die Fraunhofer-Gesellschaft zu integrieren, war richtig“, so Marquardt.“ [1]

[1] http://www.wissenschaftsrat.de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/2011/nummer-30-vom-14-november-2011